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Eigentlich hab ich Urlaub und wollte S.A.M. heute ruhen lassen. Aber ganz
pöhser Skandal.
In meinem Stammboard werden
ich und insbesondere meine Geschmacksnerven gerade auf's Allerübelste
verunglimpft. Sehr pöhse. Gemein.
Und das nur, weil ich seit
Jahren und immer noch behaupte, daß es keinen Unterschied im Geschmack von
Getränken aus Glas- oder PET-Flaschen gibt. Jawollja!
Ich hab jetzt einen kleinen
Schock für Euch Djangos-Nerven-Verunglimpfer.

PET ist weder wasser-, saft- oder bierlöslich!
Woher soll dann der "andere" Geschmack kommen? Also behaupte ich einfach
mal, daß Ihr Euch den Geschmacksunterschied einbildet.
Aber ich bin ja weltoffen
und werde mir nachher eine Glasflasche Sprudelwasser kaufen und einen
echten Blindtest machen. Genau. So, weiter Urlaub machen. Bis morgen oder
die Tage.

Nachtrag:
SAM-Forschungsbeauftragter
Buzzemann hat mal wieder gut geforscht.
Danke
dafür.
Anscheinend hatte ich erstens Unrecht, was die Chemie bezüglich PET-Pullen
betrifft. Da kann sich wohl doch eine gewisse Substanz ins Getränk
rauslösen. Die heißt "Acetaldehyd", soll aber in den Konzentrationen wohl
geschmacklich nicht wahrnehmbar sein. Oder so.
Ungesund ist es zum Glück auch nicht. Und zweitens hatte ich wohl Unrecht
bezüglich der Gasdurchlässigkeit von PET. Doch lest selbst, was Buzzemann
so alles erforscht hat...
Na, das war ja quasi wieder eine Herausforderung für meine
Wissenschaftliche Ader
also: zum Thema:
Bei Wasser finde ich auch, daß kein großer Unterschied zu bemerken ist,
aber was Bier in (igitt) PET angeht, so haben sich da die Brauerein sogar
schon extremst drin verwissenschaftlicht...
Teuer
und gasdurchlässig
(Klick)
und aus einem Chemiker-Forum:
Nun wer Acetaldehyd in seinem Wasser/Cola mag, möge weiter aus
PET-Flaschen trinken.
Mit nur 10 Mikrogramm Acetaldehyd pro Liter bleibt
die neue Gerolsteiner PET-Mehrwegflasche weit unter der sensorischen
Wahrnehmungsschwelle von 20 Mikrogramm für Mineralwasser.
(Klick)
auch interessant, folgender Artikel:
Klick
selbst im PET-Forum
(Klick) steht:
Können PET-Flaschen Acetaldehyd enthalten?
Ja, das ist möglich. Acetaldehyd ist aber nichts anderes als eine
Oxidationsvorstufe der Essigsäure, die ganz natürlich auch in Aromen
vieler Früchte vorkommt. Wir nehmen diesen gesundheitlich unbedenklichen
Stoff also auch mit naturbelassenen Nahrungsmitteln zu uns. Bei modernen
PET-Gebinden liegt der Acetaldehyd-Wert deutlich unterhalb des
sensorischen Grenzwerts von 20 Microgramm und ist somit nicht mehr
wahrnehmbar. PET ist daher auch für die Abfüllung von Mineralwasser
geeignet.
und nun noch die Stiftung Warentest:
(Klick)
Nachteil PET
PET ist... [Text aus
urheberrechtlichen Gründen weggelassen, bitte auf den Link klicken]
Ich hoffe, ich konnt dir mal wieder helfen (lol)
PS: daß du keinen Unterschied schmecktst, liegt wahrscheinlich daran, daß
du deine (PET-Wasser) Flaschen wahrscheinlich beim DDV (Discounter des
Vertrauens) kaufst, z.B. gehen die Flaschen bei Lidl/Alsi immer recht
schnell weg (also ich hab auch noch bei keiem Lidl Wasser
Plastikgeschmackt bemerkt, aber die verkaufen die Flaschen ja recht
schnell), daher würd ich für den Blindtest vorschlagen, die Wasserflaschen
(Glas und PET) einige Tage bis Wochen "ruhen" zu lassen und erst kurz vor
Ablauf des MHD mal eine Probe zu machen...
Also ich muß ehrlich sagen, BIER aus PET Flaschen schmeckt irgendwie
(meiner Meinung nach) widerlich,wobei ich bei PET-Wasser auch keinen
Unterschied feststelle.
Und bei Cola, ja da hat man sich über die Jahre halt dran gewöhnt (ich
zumindest), und mir isses auch lieber PET Kästen zu schleppen als
wesentlich teureres (& schwereres) Glas.
Gut geforscht, Buzzemann. Die Ergebnisse sind zwar nicht, was ich erhofft
hatte.
Aber Erkenntnisse sind wissenschaftlich gesehen immer Fortschritt, also
gut.
Aber
wie dem auch sei, ich schmecke das Acetylgedöns nicht und meine
PET-Flaschen mit Sprudelgesöff sind so schnell weg, daß keine Zeit für CO2-Verlust
ist.

Dann hat Wolf noch was zum Thema geschrieben...
zu deinen
Geschmacksnerven:
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber halt nur grundsätzlich.
Mir ist es gestern passiert, dass ich eine Flasche Mineralwasser (besser
gesagt "Bonaqua", also Leitungswasser mit Kohlensäure) unterwegs gekauft
habe und diese hat total nach Chemie geschmeckt da ich am verdursten war
habe ichs trotzdem getrunken. Also entweder ist es das Spülmittel oder,
und das ist meine bessere Theorie, da diese Flasche nagelneu aussah,
irgendwelche Rückstände (Trennmittel, Herstellungsgase oder irgendson
Gedöns) haben sich in der neuen Flasche befunden.
Ich werds mal beobachten!
PS: Beim Bier werd ichs nicht beobachten, da trink ich prinzipiell nicht
aus der Flasche, hier gehts aber nur um das Gefühl an den Lippen, das ist
bei Plastik so Temperaturneutral, also blöd!
Gruß,
Wolf |